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BRAGIN
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Bildung

Im Bezirk funktionieren 18 Schulen, 14 Kindergärten, 10 Häuser der Kultur, 16 Klubs und 26 Bibliotheken. Wie aus dem Bild ersichtlich ist (Bild), ist die Anzahl der Einrichtungen im Vergleich mit dem Jahr 1986 dramatisch zurückgegangen. Im ganzen Bezirk werden 2403 Lernende durch 283 Lehrer betreut. 100% der Lehrerstellen sind besetzt.

Bild. Anzahl der Bildungseinrichtungen im Bezirk Bragen im Jahre 1986 und im Jahre 2003.

Es arbeiten im Bezirk 14 Vorschuleinrichtungen, wo 621 betreut werden. Die Anzahl von Pädagogen und Erziehern beziffert sich auf 74. Zum 01.01 2003 funktionierten 52 Kultureinrichtungen (Häuser der Kultur, Klubs, Bibliotheken). Allerdings ist ihre Zahl im Vergleich mit dem Jahr 1986 ums zweifach zurückgegangen.

Die Anzahl der Dienstleistungsbetriebe ist rasant zurückgegangen. Wenn im Jahre 1986 38 Betriebe dieser Art funktionierten, so sind es zur Zeit nur 16 (zwei in den Städten und 14 im ländlichen Bereich). Es arbeiten im Bezirk 95 Handelsunternehmen, 34 davon im städtischen und 61 im ländlichen Bereich.

Im ländlichen Bereich ist großangelegte Kulturvermittlungs- und Aufklärungstätigkeit enorm wichtig. Dieser Aufgabe wird Priorität eingeräumt. Die Menschen vor Ort sagen selbst, nur das Wissen könne die Angst besiegen. Es werden Mängel an der Informationsarbeit kritisiert. Die Programme der strahlenökologischen Aufklärung der Bevölkerung sollen sich an verschiedene Kathegorien orientieren: an Gruppen von Kindern unterschiedlichen Alters und Erwachsenengruppen mit unterschiedlichem Berufs- und Bildungsniveau.

Die ökologische Bildung und Erziehung sollen auf der Basis von Schulen, Kindergärten und Bibliotheken erfolgen. Dies ist möglich erst bei enger Zusammenwirkung von Spezialisten auf verschiedenen Ebenen mit lokalen Behörden, Bildungsfachleuten, Vertretern der Wirtschaft und der Bevölkerung. Als besonders effektiv erscheint die Einbeziehung von Schullehrern in den kontinuierlichen Prozess der Umweltbildung. Es ist ebenfalls sinnvoll, die Berufserfahrungen von Pädagogen vor Ort sowie ihre Kenntnis der Entwicklungsbesonderheiten ihrer Schulkinder zu benutzen. Man sollte außerdem auf die Hilfe von Mitarbeitern lokaler Behörden, Medizinern sowie Landwirtschaftsspezialisten stützen. Sie haben einen ständigen Kontakt mit der lokalen Bevölkerung und sind Träger unterschiedlicher Informationen, darunter auch der Umweltinformation.

Die Umsetzung der Umweltbildung stellt einen sehr schwierigen Prozess dar. Die schwierige wirtschaftliche Situation im Lande, geringe Löhne in der Landwirtschaft sowie begrenzte Möglichkeiten für die Entwicklung des Unternehmertums in der Landwirtschaft bringen die Bevölkerung kontaminierter Gegenden zur Abhängigkeit von ihren privaten Haushalten (unter anderem Anbau von eigenen Gemüsegärten, Konsum von Beeren, Pilzen, Wildfleisch etc., was kraft radioaktiver Belastung dieser Lebensmittel an sich gefährlich ist). Die Menschen leben in finanziellen Nöten, leiden unter dem Gefühl der Hilfslosigkeit und dem Stress. Dies wirkt sich wiederum negativ auf ihrem gesundheitlichen Zustand aus.  

Bei der Umwelt- Bildung und –Erziehung können die Kinder ihre Erfolge ins Elternhaus bringen sowie eigene Errungenschaften mit den Landsleuten teilen. Folglich soll die junge Generation zum Leiter der Strahlenschutzkultur für Erwachsene werden. Die ökologische Bildung und Erziehung sollen die Umweltkultur der Bevölkerung im Ganzen steigern. Die Einwohner von betroffenen Gebieten werden ihren strahlensicheren Alltag selber organisieren, den ungünstigen Umweltfaktoren Widerstand leisten sowie Arbeits- und Lebensverhältnisse verbessern. Bei der betroffenen Bevölkerung entsteht das Interesses und das Bedürfnis nach Umweltinformationen, es wird sich eine neue qualitative Ebene der Strahlenkultur und des Strahlendenkens entstehen.

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