| Die Strahlenmessungen im Bezirk Bragin werden vom Bezirkszentrum für Hygiene und Epidemievorbeugung ausgeführt. Die Leitung von Landwirtschaftsbetrieben, Dorfgemeinden, Schulen, Kindergärten sowie Feldscher- und Geburtshilfepunkte und Dorfambulanzen verfügen über keine Geräte für die Messungen externer Strahlenkontamination. Einmal im Jahr wird die Kontrolle der Expositionsdosis und Messungen der externen Strahlenkontamination in Kindergärten und Schulen des Bezirks. Das Bezirkszentrum für Hygiene und Epidemievorbeugung führt sogenannte "Sanitätsökologische Pässe" der untersuchten Objekte. Über die allgemeine Situation werden Leiter von Schulen und Kindergärten unterrichtet. Die Messungen des Zentrums für Hygiene und Epidemievorbeugung von Bragin wurden im Jahre 2001 übermäßige Strahlenwerte im Stadion von Bragin und auf dem Gelände der Grundschule im Dorf Soboli registriert. Im Jahre 2002 wurden enorm hohe Bestrahlungswerte im Dorf Schkuraty und auf dem Gelände des Kindergartens „Alesja“ in Bragin direkt ermittelt.
Im Zentrum für Hygiene und Epidemievorbeugung werden ebenfalls Daten der Bodenkontamination, ermittelt durch das Landeszentrum für Strahlenkontrolle und Umweltmonitoring aufbewahrt.
Die Strahlensicherheit von Lebensmitteln (Gehalt an Cs-137) wird durch das Zentrum für Hygiene und Epidemievorbeugung in Bragin und lokalen Zentren der Strahlenkontrolle sichergestellt.
Milch wird im System der Hygiene und Epidemievorbeugung zweimal jährlich kontrolliert. Sonstige Lebensmittel wie Kartoffel, Gemüse, Pilze, Beeren, Wildfleisch, Trinkwasser, Brot u.a. werden einmal im Jahr überprüft. Die Untersuchungsergebnisse werden vom Zentrum innerhalb von fünf Tagen an die Leitung der Dorfgemeinden übermittelt. Die Mitarbeiter der Gemeinden informieren die Einwohner einschließlich der Besitzer geprüfter Lebensmittel über ihre tatsächliche Qualität. In den Lebensmittelgeschäften werden entsprechende Info-Tabellen ausgehängt. Die Bezirksexekutivbehörde erhält solche Informationen einmal alle sechs Monate. Ein bis zweimal im Monat informiert die Bezirkszeitung ihre Leser über die Strahlensituation und eventuelle Belastung von Lebensmitteln. In jedem Fall, wo die maximal zulässige Norm überschritten wird, wird durch das Zentrum für Hygiene und Epidemievorbeugung eine ambulante Untersuchung eingeleitet.
Die lokalen Messungszentren liefern keine Berichte an das Zentrum für Hygiene und Epidemievorbeugung. Die Exekutivbehörde des Braginer Bezirks erhälte diese Daten regelmäßig je nach Eingang von Quartalberichten des Institutes für Strahlensicherheit „BELRAD“. Organisierung von Strahlenmessungen mit Impulszählern Die stationäre Messungsanlage ist im Bezirk Bragin außer Betrieb, eine mobile fehlt. Zugleich unterliegen einer Pflichtkontrolle alle Kinder und Erwachsenen, die auf dem Territorium mit der Kontaminationsdichte an Cs-137 über 10 Ci/qkm wohnen.
Solange die stationäre Anlage in Ordnung war, wurden alle Besucher der Kreispoliklinik, alle Patienten in stationärer Behandlung, schwangere Frauen, Frauen in gebärfähigem Alter sowie „Risikogruppen“ untersucht. Ebenfalls fanden Untersichungen nach Weisungen des Zentrums für Hygiene und Epidemievorbeugung statt.
Die vorhandene stationäre Anlage wurde 1990 gebaut. Das Programm ermöglicht keine Speicherung von Ergebnissen, deshalb werden die Informationen nur auf Papier fixiert. Die Messungsdaten werden in die Krankheitsgeschichten, Ambulanzkarten und Geschichten der Entwicklung der Kinder eingetragen. Im Jahre 2000 wurden 9533 untersucht. Dabei wurden 23 Personen (alle erwachsen) mit der Dosis von über 1 mSv/Jahr (0,24%) ermittelt.
Regelmäßig werden im Bezirk Strahlenmessungen mit Hilfe von mobilen Messungsanlagen des Institutes für Strahlensicherheit „BELRAD“ durchgeführt .
Einmal im Quartal werden individulelle Strahlenmessungen von Beschäftigten der Landwirtschaftsunternehmen auf resozialisierten Territorien (insgesamt fünf Unternehmen) durchgeführt, dabei bezieht sich diese Aktivität auf 205 Personen. Das Dorf Mikulitschi und Bragin selbst unterliegen derselben Regelung. |