| Der Bezirk hat eine Einwohnerzahl von 17 Tausend Menschen, davon 3507 Kinder (20,1%) 935 Heranwachsende (5,37%) und 22,7% von Personen im Alter über 60 Jahre. Die medizinische Versorgung erfolgt durch das Bezirkskrankenhaus mit der Kapazität von 180 Krankenbetten, eine Poliklinik mit 500 Besuchen, zwei Dorfambulanzen (in Swensk und Lesnaja), wobei die ärztliche Stelle nur in Swensk besetzt ist, 17 Feldscher- und Geburtshilfepunkte (in einem fehlt der entsprechende Fachmann). Es gibt 58,75 ärztliche Stellen (einschließlich Zahnärzte), davon sind 51,5 mit 26 Personen besetzt. Das mittlere medizinische Personal besetzt alle von 189,5 Stellen mit 175 Mitarbeitern. Die Dynamik demographischer Kennzahlen im Bezirk ist auf Bild 1 dargestellt: niedrige Geburtenrate, hohe Sterblichkeit, negativer natürlicher Bevölkerungszuwachs sowie hohe Säuglingssterblichkeit. Unter den Ursachen der Säuglingssterblichkeit sind in erster Linie perinatale Zustände, angeborene Entwicklungsfehler sowie Krankheiten der Atemorgane zu nennen. Hohe Kennzahlen der Säuglingssterblichkeit widerspiegeln das Niveau primärer medizinischer Versorgung. Bild 1. Demographische Dynamik im Bezirk Slawgorod (pro 1000 Einwohner). Die Ursachen der Sterblichkeit bei Erwachsenen waren Herz- und Gefäßkrankheiten, Neubildungen sowie Vergiftungen und Verletzungen. Man muss beachten, dass einen Großteil der Bevölkerung alte alleinstehende sozial schwache Menschen bilden. Sie erkranken und sterben häufiger. Beratungshilfe: einmal im Jahr arbeitet für Erwachsene eine ambulante Brigade von Fachärzten aus dem Gebiertszentrum (Frauenarzt, Gastroenterologe, Chirurg, Kardiologe etc.) sowie eine mobile Ultraschallanlage aus dem diagnostischen Zentrum des Gebiets Mogiljow. Die Kinder werden durch die Spezialisten des Belarussischen Forschungsinstitutes des Gesundheitswesens und ambulante Brigaden des diagnostischen Zentrums des Gebiets Mogiljow betreut (Ultraschalldiagnistik, allgemeine Blutwerte mit Thrombozytenbestimmung, Konsultationen von Endokrinologen und Kinderärzten). Die Analyse der Erkrankungsraten bei Kindern und Jugendlichen zeugen vom Anstieg der allgemeinen und primären Erkrankungen in fast allen Klassen. Besonders deutlich sieht man es am Beispiel der endokrinologischen Krankheiten (Schilddrüsenerkrankungen mit vorwiegenden Knotenformen und Zuckerkrankheit), psychische Krankheiten sowie Erkrankungen des Nervensystems. Bei Erwachsenen ist außerdem noch eine Zunahme der Kreislaufstörungen, Darmerkrankungen, Urogenitalkrankheiten sowie des Knochen- und Muskelsystems zu verzeichnen. Bei Kindern nehmen Bluterkrankungen Urogenitalkrankheiten sowie Probleme mit Muskeln und Knochen enorm zu. Die angeborenen Entwicklungsfehler steigen weiter an (im Jahre 1995 waren es 5,1 Fälle auf 10 Tausend KInder, 1999 - 26,8 und 2001 - 48,4). Die Senkung des Lebensstandards schlägt auf die Gesundheit der Frauen zurück. 48% der schwangeren Frauen leiden an Anämie unterschiedlicher Stufen. Geschlechtskrankheiten nehmen unaufhaltsam zu sowie die Zahl alkoholisierter Frauen. Die Kennzahlen der Mortalität zeugen vom niedrigen Standard der medizinischen Grundversorgung. Neben dem Mangel an qualifizierten Fachkräften hat der Bezirk auch andere Probleme nämlich moralisch veraltete und verschlissene Geräte, akuter Bedarf an stationären und mobilen Diagnosegeräten wie Strahlenmeßgeräte, Ultraschallgeräte, Blutanalysatoren EKG etc. Es fehlen Inkubatoren für die Behandlung von Frühgeburten u. v. m. Fast alle ärztliche Ambulanzen und Feldscher- und Geburtshilfepunkte sind renovierungsbedürftig von der Ausrüstung abgesehen und somit nicht im Stande qualitativ hochwertige Hilfe zu erweisen. |