| Der Bezirk Stolin ist einer der gröβten im Brester Gebiet. Siene Oberfläche beträgt 334 Tausend ha, 24,7% davon oder 82,6 Tausend ha sind lanwirtschaftliche Nutzfläche. 56,27 % davon sind Ackerland. 43,73% der landwirtschaftlichen Böden nehmen Heuschlag und Weide ein. (Bild 1). Bild 1. Das prozentuelle Verhältnis der landwirtschaftlichen Nutzflächen, % Die Effizienz der landwirtschaftlichen Produktion wird durch die Fertilität der Böden bestimmt. Das Territorium des Bezirks Stolin kennzeichnet sich durch verschiedene Bodentypen mit unterschiedlicher granulometrischer Beschaffenheit. Die Fruchtbarkeit der landwirtschaftlichen Böden variiert sich von 20 Punkten bei sandigem Boden bis zu 58 Punkten bei Carbon-Komposterde. Das Ackerland liegt zum Groβteil auf sandigem Boden. Unter Heuschlägen und Weiden ist der Anteil von Sand niedriger als unter Ackerland. Der Anteil von Torfmoorböden steigt jedoch dabei an. Einen Groβen Anteil haben auch Auenböden mit verschiedener Überflutungsdauer. Im groβen und ganzen herrschen im Bezirk Stolin die Böden mit zeitweiser übermäβiger Feuchtigkeit und übermäβiger Feuchtigkeit (mehr als 70%). Die Ergebnisse einer agrochemischen Untersuchung zeigten, dass 60,4% aller Böden mit Kalk gedüngt werden müssen. Phosphor- und Kalidünger sind für 78,4 und 81,0% der gesamten Ackeroberfläche und für 90,2 und 88,2% des gesamten Grünlandes erforderlich. . Die Düngungswerte für das Ackerland sind zurzeit niedrig und betragen 216 Kilo NPK, für die Weide sehr niedrig (nur 64 Kilo NPK). Deshalb sollte man zur Erhöhung der Produktionseffizienz im Pflanzenanbau, Schaffung einer stabilen Futterbasis und Steigerung des Produktivitätstempos in der Viehzucht die Verwendung von Mineraldüngern als prioritäre Aufgabe bei intensiver Landwirtschaft, insbesondere in den veseuxhten Gebieten, ansehen.
Infolge der Tschernobyl-Katastrophe wurde ein Teil der landwirtschaftlichen Böden des Bezirkes Stolin verstrahlt. (Bild 2.). Mehr als 31 Tausend ha wurden mit 137Cs mit der Kontaminationsdichte über 1 Ci/km2 (über 37 kCi/ì2) verseucht.Die Kontaminationsdichte von 1-5 Ci/km2 ist auf der Oberfläche von 29,4 Tausend ha, 5-15 Ci/km2 - 1682 ha, 15-40 Ci/km2 - 29 ha zu verzeichnen. Bild 2. Die Verteilung der landwirtschaftlichen Böden nach der Kontaminationsdichte, 137Cs, % Herstellung und Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte wurde zur grundlage der wirtschaftlichen Entwicklung des Bezirkes. Auf dem Territorium des Bezirkes befinden sich 29 Landwirtschaftliche Produktionsbetriebe und 2 verarbeitende Betriebe - das Stoliner Butter-Käsekombinat und das Stoliner Gemüsekonservefabrik. In der Stadt Stolin befindet sich ein landwirtschaftliches College für Wirtschaft. Die Bevölkerung produziert Milch und Fleisch, baut Kartoffeln, Früchte und Gemüse an. Milch und Milchprodukte werden im Bezirk traditionell produziert. Die Rinderzahl im Privatsektor beträgt 16 Tausend Köpfe. Nach Experten bringt eine Kuh im Durchschnitt 2000-2500 Liter Milch pro Jahr. Mehr als 40 Tonnen Milch, also 30-40% des Gesamtumfangs von der ins Werk kommenden Milch, werden von den Einwohnern an den Annahmestellen der Butter-Käsefabrik täglich abgegeben, Ein akutes Problem ist die Qualität der Milch aus dem Privatsektor. Dort werden die Grenzwerte des 137Cs-Gehalts (100 Bq/l) überschritten. In der Zeit von 1997 bis 2002 wurden in 30 Ortschaften verseuchte Milchproben registriert. Jährlich wird solche Milch auch in den Dörfern Ustimle, Koschara, Korobje, Kopani, Gorodnaja, N. Poselok, Kolonija, Olmany festgestellt. In Einzelfällen erreicht die spezifische Aktivität von 137Cs in der Milch die Werte von 1000 Bq/l. Die Menge von Milch, die übermäβig radioaktiv ist, schwankt von Jahr zu Jahr zwischen 10 und 140 Tonnen, pro Jahr oder 1% vom Gesamtvolumen der untersuchten Milch. Gewinn bringend ist für die Bevölkerung der Anbau nützlicher Pflanzen, vor allem Kartoffeln, Gemüse, Früchte. In der letzten Zeit wurden keine Überschreitungen der Grenzwerte bei der Untersuchung von Pflanzen registriert. Jede Familie hat das Recht, Pflanzen auf einer Fläche von 0,5 ha anzubauen. Die Flächengröβe ist begrenzt, weil die landwirtschaftliche Nutzflächen nicht ausreichen. Nach Experten variieren sich die Erträge von Kartoffeln von 70 bis 200 Dezitonnen pro ha. Kartoffeln werden auf 60-80% der landwirtschaftlichen Fläche angebaut, die der Bevölkerung zur Verfügung steht. Kartoffeln sind eine wichtiges Lebensmittel und Futterpflanze. Ein Dorfbewohner verbraucht jährlich bis zu 300 Kilo Kartoffeln. Der Verkauf von Kartoffeln ist eine Einkommensquelle für die Bevölkerung. Der Verzehr verseuchter Kartoffeln kann die Formierung der inneren Strahlendosis erheblich beeinflussen. Deshalb muss man die Erträge der an Radionukliden armen Kartoffeln steigern. Eine intensive Entwicklung des Gemüseanbaus ist in den letzten 10-15 Jahren zu verzeichnen. Die Realisierung von Gemüse ist für die Bevölkerung Gewinn bringend. Wie es schon erwähnt wurde ist der Bezirk Stolin ein Bezirk mit groser Bevölkerungsdichte. Die Arbeitslosenquote ist hoch. Diese Tatsachen trugen zur Entwicklung des Gemüseanbaus im Privatsektor bei. Die Hauptpflanzen sind Gurken und Tomaten in Treibhäusern, Karotten, Kohl, Zwiebeln. Gemüse wird meistens an private Groβhändler frisch verkauft. Die Entwicklung dieser Branche ist für den Bezirk im Bezug auf die Beschäftigung der Bevölkerung und ihres Einkommens perspektiv. |