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Wirtschaftspotencial

Infrastruktur der Kommunikationen

Der Bezirk befindet sich abseits der internationalen  und nationalen Verkehrslinien, Durch den Bezirk verlaufen zwei Hauptautostraβen nationaler Bedeutung: Iwazewitschi – Stolin (40 km) und Shitkowitschi – ukrainische Grenze (63 km). Das Straβennetz innerhalb des Bezirkes ist gut entwickelt und verbindet Stolin mit anderen gröβeren Orten. Die Gesamtlänge der Autostraβen lokaler Bedeutung beträgt 412 km, 205 km davon sind asphaltiert.

Durch den Bezirk verläuft ein Teil der Eisenbahnlinie (43 km) Baranowitschi-Luninez- ukrainische Grenze, die nächste Station, wo die lastenbearbeitung möglich ist, heiβt Goryn und liegt 9 km von Stolin entfernt.

Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen

Der Bezirk verfügt über folgende Bodenschätze:

Lehm, Lagerstätten «Gorodnoje» und «Ňurowskoje», 
Sand, Lagerstätten «Bereshnoje» und “Gorodnoje», 
Torf, Lagerstätten «Subkowo» č «Kolodnoje».

Derzeit wird nur Lehm aus der Lagerstätte in der Nähe des Dorfes Gorodnaja bei der Produktion von Töpferwaren genutzt. Nicht weit weg sind die Zeiten, als Lehm auch bei der Herstellung von Backstein und Drenageröhren für Meliorationssysteme genutzt wurde  

Industrielle Entwicklung

Das produzierende Gewerbe im Bezirk Stolin zählt 13 Betriebe, die Lebensmittel, Möbel, Produkte aus Holz, Haushaltsgeräte, Druckerzeugnisse produzieren sowie Autos und landwirtschaftliche Technik repariern. 5 Unternehmen wurden zu Aktiengesellschaften, die restlichen gehören hauptsächlich dem Staat.  Die Verschleiss der Grundfonds erreicht  80%,  die Betriebe verspüren akuten Mangel an Umlaufmitteln.

Die gröβten Betriebe des Bezirks sind die Stoliner Butter-Käsefabrik OAG und die Goryner Konservenfabrik OAG.

Stoliner Butter-Käsefabrik OAG

Wurde 1971 gegründet. Sie produziert  40% aller Waren des Bezirks, ihre Kapazitäten reichen für die Verarbeitung von 300 Tonnen Milch pro Tag. Derzeit verabeitet sie nicht mehr als 140 Tonnen täglich. Der Verschleiss der Grundfonds beträgt  über 80%. Der Betrieb braucht technische Umrüstung. Es muss neue Ausstattung angekauft werden, um die Warenqualität zu erhöhen und das Sortiment zu erweitern. 

Derzeit werden in der Fabrik 34 Produkte hergestellt: Ganzmilchprodukte, Butter, Käse, saure Sahne, Quark, Majonnaise, Jogurt u.a. Den grösten Anteil an der produktion haben verschiedene Käsesorten, deren Produktion am rentabelsten ist. 

Die Rohstoffquellen sind kollektive und Staatswirtschaften sowie individuelle Hauswirtschaften. Im Sommer liefern individuelle Hauswirtschaften bis zu 40 Tonnen Milch pro Tag. Die Rohstoffqualität wird von Spezialisten jedoch als niedrig bewertet.  Milch wird meistens über ein eigenes Helfernetz gesammelt.

Die Hauptabsatzmärkte sind der Bezirk Stolin und die anliegenden Bezirke sowie Gebiete Minsk und Gomel und Russland, wohin vor allem Käse und Butter geliefert werden. 

Goryner Konservenfabrik OAG

Das Unternehmen wurde 1960 gegründet, es beschäftigt im Durchschnitt 150 Personen, mit der Berücksichtigung von Saisonarbeitern bis zu 225 Personen. Die Kapazität der Fabrik beträgt 10,5 Milliononen Konservendosen pro Jahr bei der Verarbeitung von Rohstoffen aus der Uklaine und Moldawien. Die Amortisation der Grundfonds beträgt mehr als 70%. Das Produktionsvolumen belief sich 2001 auf 8,5 Konservendosen, 2002 – 9,0 Konservendosen.

Im Zusammenhang mit dem Verlust von Rohstoffquellen ging das Wrk zur Verarbeitung lokaler Rohstoffe über. Sein Sortiment besteht aus grünen Erbsen, Marinaden, konservierten ersten Gerichten (Borschtsch, Fleischsuppe mit sauren Gurken, Kohlsuppe, Soljanka) zweiten Gerichten (Ragout), Salaten, Soucen, verschiedenen Getränken und Säften, Marmeladen, Konfitüren u.a. Die Leitung plant die Produktion von Zuckermais und Säften mit Fruchtmark aufzunehmen, weshalb neue Investitionen zum Erwerb der technischen Austattung nötig sind.  Ein Teil der technischen Ausstattung (der Homogenisator und eine Einmachungslinie) wurde für die vom Innovationsfonds des Konzerns “Belgospischtscheprom” bereitgestellten Mittel angekauft.   

Zurzeit sind die Hauptrohstoffquellen individuelle Hauswirtschaften und landwirtschaftliche Betriebe. Die ersteren liefern Gemüse und Früchte, die letzteren grüne Erbsen und Mais.  Mit der finanziellen Unterstützung der Fabrik werden jahrlich ca. 200 ha grüne Erbsen und 35 ha Mais gesät.

80% der Produkte werden auβerhalb des Gebiets Brest abgesetzt, vor allem im Gebiet Gomel. Die Fabrik liefert keine Produkte nach Russland wegen ihrer niedrigen Konkurrenzfähigkeit.

Die angeführten Beispiele zeugen von einer Krise der Industrie und der Notwendigkeit qualitativer Veränderungen im Leitungsstil sowie der Erneuerung der Grundfonds, wozu neue Investitionen erforderlich sind.   

Unternehmertum

Im Bezirk gibt es 5 Kleinunternehmen und 627 individuelle Unternehmer, 70% der Privatunternehmer sind im Groβ- und Kleinhandel tätig, 7% - im Dienstleistungssektor, 3% - im Transportsektor. Zwei Kleinunternehmen sind Produktionsbetriebe, drei beschäftigen sich mit dem Groβ- und Kleinhandel.  Alle Kleinunternehmen wurden vor mehr als acht Jahren gegründet.  Die Gesamtzahl der entstandenen Arbeitsplätze beziffert sich auf über 900.

Bei ausreichender Unterstützung durch Investitionen können sich die Unternehmer an den Projekten der sozial-ökonomischen Wiedergeburt des Bezirks Stolin beteiligen. Die Initiativen in diesem Bereich waren sporadisch und bewirkten keine Reaktion in der Bevölkerung.

Konsumgenossenschaft

Die Konsumgenossenschaft des Bezirks Stolin zählt 15 000 Teilnehmer und:

−      gewährleistet die Bedienung der Bevölkerung in Geschäften
−      produziert einige Lebensmittel und realisiert sie im Bezirk
−      ist im Dienstleistungssektor tätig
−      beschafft landwirtschaftliche Produkte.

Die Genossenschaft beschäftigt  ca. 2 500 Personen. Sie besteht aus:
−      170 Geschäften,
−      80 Kantinen,
−      Groβhandelslager,
−      Transportstation mit 180 Autos,
−      Wurstproduktion,
−      3 Märkte,
−      Nagelproduktionshalle,
−      Beschaffungspunkt.

Eine wichtige Einkommensquelle der Bevölkerung stellt die Beschaffung der durch individuelle Hauswirtschaften produzierten landwirtschaftlichen Erzeugnisse. Leider ist ihr Volumen so klein, dass man kaum von einer Steigerung des Einkommens oder der Selbstbeschäftigung der Bevölkerung sprechen darf.    
Die Leitung der Konsumgenossenschaft plant die Gründung eines eigenen Unternehmens zur Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und die Wiedergeburt einer Schweinfarm in Zusammenarbeit mit dem Kolchos “Stolinskij”. Neue Verarbeitungskapazitäten werden Impulse für die Weiterentwicklung des Gemüseanbaus in den Farmen und individuellen Hauswirtschaften geben.  

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