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Strahlenschutz

Regelmäβige Messungen werden im Zentrum für Hygiene und Epidemievorbeugung des Bezirks Stolin durchgeführt, wo es Geräte zur Messung der externen Bestrahlung  und zum testen der Strahlensicherheit von Lebensmitteln gibt.

Einmal pro Jahr wird Einmal jährlich werden Strahlenmessungen der externen Expositionsdosis und der oberflächlichen Strahlenkontamination in den Kindergärten und Schulen des Bezirks vorgenommen. Im Zentrum der Hygiene und Epidemievorbeugung befinden sich sanitär-ökologische Pässe der untersuchten Objekte. Über den Strahlenpegel werden ihre Leiter umgehend informiert.

Die radiologische Qualität von Lebensmitteln wird von den Beamten des Zentrums für Hygiene und Epidemievorbeugung durch die Messung des 137Cs-Gehalts in den im privaten und gesellschaftlichen Sektor produzierten Lebensmitteln.  Im Zentum wird Milch zweimal pro Jahr gemessen. Andere Lebensmittel, darunter Kartoffeln und anderes Gemüse, Pilze, Beeren, Wildfleisch, Trinkwasser, Brot u.a., werden einmal pro Jahr untersucht.  

Die Informationen über die Ergebnisse der Messungen werden an die Dorfleitung innerhalb von 5 Tagen weitergegeben. Beamte informieren die Produzenten über die Qualität ihrer Lebensmittel, indem sie die Ergebnisse in Lebensmittelgeschäften aushängen.   Ins Bezirksvollzugskommitee kommen solche Informationen alle sechs Monate. Die Bezirkszeitung informiert ihre Leser über die Qualität von Lebensmitteln 1-2mal pro Monat. In jedem Fall, wenn die zulässigen Strahlenwerte überschritten werden, wird eine Untersuchung vor Ort durchgeführt. 

Im Bezirk Stolin sind 11 lokale Zentren für Strahlenkontrolle  tätig, die durch das Tschernobyl-Kommitee finanziert werden. Die Aufgabe von ÌÖÐÊ besteht in der Messung der

Radioaktivität  der Lebensmittel, die vor Ort produziert werden, sowie der Waldbeeren und Pilzen, die von der Bevölkerung der infolge der tschernobyl-Katastrophe belasteten Gebiete konsumiert werden. .

Der Bezirk Stolin befindet sich in der Mitte der Region Belarusskoje Polesje mit sümpfigen Böden und einem hohen Koeffzienten des Übergangs von Radionukliden in die Pflanzen, Viehwirtschaftsprodukte und in den Menschen.  

Nach den Ergebnissen der durch die lokalen Zentren für Strahlenkontrolle des Bezirks Stolin durchgeführten Messungen beträgt die Menge der Milchproben mit übermäβiger Strahlendosis in den Jahren 1999-2001 ca.18-19%. Einzelne Milchproben hatten die radioaktive Aktivität von 1000-1500 Bq/l  bei den zugelassenen Strahlenwerten von  nicht mehr als 100 Bq/l Milch.

Am häufigsten werden die Strahlenwerte von Milch bei Stallenhaltung von Vieh und Benutzung hiesigen Futters höher. In den Jahren 1998-2001 wurde jedes Quartal die übermäβige Belastung des Futters für Rindvieh in den Dörfern  Belouscha, Bolschije Orly, Gorodnaja, Struga, Bereshnoje registriert.

Ca. 40% der internen Strahlendosis bekommen die Einwohner der belasteten Regionen mit Pilzen, Beeren, Wildfleisch, Fisch. Nach Angaben des Zentrums für Strahlenkontrolle im Dorf Olmany  überschritten in den Jahren 2000-2001 100% von Proben frischer Pilzen den zugelassenen 137Cs-Gehalt von 370 Bq/kg, dabei betrugen die Durchschnittswerte mehr als 3000 Bq/kg. 50% bis 90% von Proben von Heidelbeeren  im Dorf Olmany überschritten die zulässigen Werte von bis zu 240 Bq/kg. Diegleiche Stuation ist auch in anderen Dörfern wie Gorodnaja, Belouscha, Bereshnoje, Remel zu verzeichen.

Ein hoher Verseuchungsgrad der vor Ort produzierten Lebensmitel fuhrt vertändlicherweise zur Akkumulation groβer Mengen von 137Cs in den Organismen der Einwohner, in erster Linie Kinder.

Im Bezirk Stolin finden die Strahlenkörpermessungen durch das Insitut “Belrad” seit 1996 statt. Während der Messungen des 137Cs-Gehalts in den Organismen der Kinder führen  Spezialisten die Aufklärungsarbeit unter den Eltern, Lehrern, Schülern durch und erzählenüber die Strahlenschutzmaβnahmen (Messungen in lokalen Zentren für Strahlenkontrolle, Einwässerung von Pilzen, Fisch, Wildfleisch im Salzwasser, Separierung von Milch u.a.).

Die Kontrolle über innere Strahlenwerte Die Kontrolle der inkorporierten Strahlenbelastung der Bevölkerung im Bezirk Stolin erfolgt in den Einrichtungen des Gesundheitswesens mit Strahlenmessgeräten. Das stationäre Strahlenmessgerät (vom Typ SMB-1, Bj. 1992) ist seit 1995 in Betrieb. Es ist auf 52 Messungen am Tag ausgelegt. Die entsprechende software ist veraltet und die Umrechnungen der Einheiten werden per Hand mit dem Taschenrechner erledigt. Das bewegliche Strahlenmessungslabor (vom Typ SEG 01-Ò, Bj. 1991) wird seit 1991 betrieben. Das Durchlassfähigkeit beziffert sich auf 30 Personen am Tag. Das Gerät ist moralisch veraltet und physisch verschlissen. Seit 1997 wird die Anlage ständig repariert. Zurzeit funktioniert nicht. In diesem Zusammenhang wird die Bevölkerung, die eigentlich einer jährlichen radiologischen Untersuchung unterliegt, sehr schlimm untersucht. (Bild 1). Die Untersuchungen werden stationär durchgeführt. Man muss sich also an die Poliklinik wenden.  

Bild 1. Ermittlung der inneren Körperbelastung bei der Bevölkerung des Bezirks Stolin

Das Bild zeigt, dass weniger als 50% von der eingeplanten Personenanzahl  untersucht werden. Deshalb muss man eine mobile Strahlenmessungsanlage zur Ermittlung der inneren Körperbelastung zum Zweck einer regelmäβigen Untersuchung erwerben.  

Jährlich werden die Fälle registriert, wenn die jährliche Dosis der inneren Akkumulation 1m3 pro Jahr  überschreitet, doch solche Fälle gibt es immer weniger. Nichdestoweniger ist die Gefahr der Akkumulation groβer Strahlendosen nicht vorbei, solange verseuchte Lebensmittel konsumiert werden. Deshalb sollten die Strahlenwerte weiter kontrolliert werden. Da der Akkumulationsgrad der radionukliden im menschlichen Körper nur von der Lebensmittelqualität abhängt, muss man sie einer regelmäβigen Radioaktivitätskontrolle unterziehen.

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